Time Fluctuations - Reviews:
Lovers:
unclesally's magazine
Ursprünglich
als reine Instrumentalband initialisiert, machen sich 7 Days Awake das
so erlernte dynamische und stilübergreifende Rock-Rüstzeug aus
psychedelischen Prismen, Stoner-Rock, Indie und anderen Einflüssen mit
Sänger Mario seit zwei Alben richtig zu Nutzen. Mit "Time Fluctuations"
brechen die Jungs nun alle Barrieren. Vertrackt, verspielt,
vielschichtig-verzückend und gleichzeitig melodisch hoch-ansteckend,
verpackt die Band ihre allwöchentlichen Insomnia-Anfälle in
ingeniös-intelligente Innovations-Traumschlösser. Ist der
Fluxkompensator nach dem ersten Durchlauf einmal warm gelaufen,
erwartet einen eine komplexe Reise durch ein grenzenloses
Kompositions-Kontinuum charismatischer Klangkunst. Klasse. 7
* Erschienen im Heft: 128
* Autor: Frank Thießies
http://www.sallys.net/Musik/Platten/Detail/51228/7+Days+Awake,Time+Fluctuations/
---------------------------------------------------------------------------------------
piranha magazine
7 Tage, 5 Köpfe
Das
sind die Hauptzutaten für "Time Fluctuations", das zweite Album der
multinationalen Bielefelder, das tatsächlich binnen einer Woche
aufgenommen wurde und dabei alles andere als eilig zusammengeschustert
klingt. Nein, 7Days Awake entwerfen ein hochkomplexes Gebilde aus
psychedelischen Vibes, wuchtig - vertrackten Gitarren, kryptischen
Texten und viel mysteriöser Aura.
Wir
wollen sowohl musikalisch als auch textlich Strukturen brechen",
erklärt der kasachische Gitarrist Valera Igla die Herangehensweise des
Quintetts und hofft, dass die Identitätsfindung seiner Band nie enden
wird. Eine Vorstellung davon hat er allerdings: "Modern zu sein ist nur
eine Frage des gegenwärtigen Trends, innovativ zu sein ist dagegen
etwas anderes. Und es ist nicht leicht, innovativ zu sein und dabei
seinen Stil zu behalten. Es ist idealerweise so wie beim
Mercedes-Design. Ein Modell aus den 70ern und eins von heute sehen
komplett anders aus, aber du würdest beide aus der Entfernung als
Mercedes erkennen." Dass auch eine andere Technologie die Gedankenwelt
bei 7 Days Awake bevölkert, zeigen Tracks wie "Hardware Terminator" und
"Software Terminator". "Natürlich sind Computer eine super Sache, und
wir verwenden sie auch beim Musik machen, aber Fakt ist, dass jeder mit
ihnen schon Ärger erlebt hat, Probleme, die er sonst nie gehabt hätte.
Live arbeiten wir komplett ohne sie. Als das Kino erfunden wurde, ist
das Theater auch nicht ausgestorben..." Wie es nun weiter geht, weiß
Valera noch nicht. "Jede Platte soll in sich geschlossen sein. Es ist
alles möglich."
Nach
dem gewaltigen Sprung vom rein instrumentalen, 70s bluesigen-Debüt zum
psychedelischen Rockmonster sollte man sich von 7 Days Awake vor allem
eins versprechen: Unberechenbarkeit.
*Erschienen im Heft: 07/07
*Autor: Matthias Jost
-------------------------------------------------------------------------------------
SLAM MAGAZINE (http://www.slam-zine.de) Wer die Blütetage des Alternative-Rock der 90er Jahre sehnlich
vermisst, wird mit 7 DAYS AWAKE seine Freude haben. „Time Fluctuations”
ist ein stetiges Hoch und Tief mit unerwarteten Harmoniesteigerungen,
wobei besonders die Übergänge zwischen rockigeren Passagen und schrägen
Parts innere Aufruhr bringen. 7 DAYS AWAKE rocken, aber nie allzu
heftig, sie sind melancholisch, driften jedoch nie ins Weinerliche ab,
sie setzen große Stücke auf Abwechslung, ohne den roten Faden zu
zitieren. Auch der Fünfer hat selbstredend mit dem Problem zu kämpfen,
die Musikgeschichte nicht revolutionieren zu können, und trotzdem legt
er mit „Time Fluctuations“ ein grundsolides Werk ab, das trotz aller
aufkommenden Querverweise um Eigenständigkeit bemüht ist. Und das ist
mehr, als man heutzutage von einer Band in unseren Breitengraden
erwarten kann. *Autor: Christian Kenyeri (6,5)------------------------------------------------------------------------------------- POWERMETAL online magazine
Liest
man sich den Pressetext von 7 DAYS AWAKE durch, so drängt sich
unweigerlich der Gedanke auf, die Band (oder zumindest der Schreiber)
hätte sich einen unerschöpflichen Rauch-Vorrat aus holländischen
Gefilden mitgebracht: "In unserer Phantasie ist morgen schon heute",
"die Band IST die Welle" und all so schöne Sachen. Auch Songtitel wie
'Plaza Intergalactica', 'Hardware Terminator' und dazu passend
'Software Terminator' verstärken diesen Eindruck nur noch. Zwar geht es
musikalisch dann doch nicht so vernebelt zu, wie man befürchten könnte,
spacige Elemente findet man auf "Time Fluctuations" aber dennoch
genügend.
Es
ist nicht leicht, die Musik von 7 DAYS AWAKE einem Genre zuzuordnen;
die beste Beschreibung wäre wahrscheinlich "Alternative der Zukunft".
Es geht recht depri zu, sowohl musikalisch als auch von den
Gesangslinien, doch ab und an feuert die Space-Kanone ihre Elemente ab
und setzt die Band so von anderen Alternative-Combos ab. Der Opener
'Plaza Intergalactica' ist mit knapp fünfeinhalb Minuten das längste
Stück des Albums und stürzt von Anfang an in tiefe Melancholie, die
besonders durch den wundervoll traurigen Gesang getragen wird. Richtig
knallen tut es auf "Time Fluctuations" nie, aber immerhin bekommt man
ab und an einige nette Midtempo-Stücke wie 'Saint 7' geboten.
Experimentell geht es allerdings immer zu (zum Beispiel bei
'Hitchhiker'). 7 DAYS AWAKE brechen aus den gängigen
Alternative-Schranken aus und sind selbstbewusst genug, ihr total
eigenes Ding durch zu ziehen. Das wird nicht jedem gefallen, muss es
aber auch nicht, und musikalisch begabt ist die Gruppe allemal.
Wer
Alternative-Musik liebt, aber die Schauze voll hat von Bands, die sich
ewig nur selbst kopieren, der ist bei 7 DAYS AWAKE genau richtig. Ab
und zu nervt die Platte zwar, aber im Großen und Ganzen ist "Time
Fluctuations" ein mutiges Werk, das auf gängige Konventionen scheißt
und trotzdem nicht zu abgehoben ist. Wenn so etwas bei sieben Tagen
Schlafentzug herauskommt, dann sollte man einigen Bands des Genres die
Schlaftabletten absetzen, soviel steht fest. Zwar werden 7 DAYS AWAKE
wahrscheinlich doch zu eigenartig für den breiten
Alternative-Mainstream-Geschmack sein, aber wer experimentierfreudig
ist, der sollte sich definitiv in die "Time Fluctuations" hineinreißen
lassen.
Anspieltipps: Saint 7, Hardware Terminator, Plaza Intergalactica, Ushouldbeloved.exe
Autor: Ricarda Schwoebel [04.07.2007]
http://www.powermetal.de/cdreview/review-9989.html
-----------------------------------------------------------------------
Mindbreed Online Magazine
03.07.07
- Die Band 7 Days Awake wurde im Jahr 2003 von vier kreativen jungen
Männern zunächst als rein instrumentales Projekt ins Leben gerufen.
Doch ein Jahr später gesellte sich schliesslich Sänger Mario Carlucci
zu dem bestehenden Quartett hinzu, um die Band mit seiner
Charakterstimme zu komplettieren.
Mit
ihrem neuen Album "Time Fluctuation" beweisen 7 Days Awake nun, dass
sie nicht nur kreativ, sondern auch äusserst experimentierfreudig, ja
fast wagemutig sind. Denn was den geneigten Hörer hier erwartet ist
eine wirklich innovative Variante von Rockmusik.
7
Days Awake verschmelzen altbewährten Stonerrock mit psychedelischen
Elementen und öffnen damit eine ganz neue Schublade im Rockgenre - den
PsiRock. Spacig, wabernde Gitarren und athmosphärische Klanggebilde
treffen auf wummernden Bass, Drums und tighte Midtempostücke. Einflüsse
aus der Indie, sowie der TripHop Szene lassen sich bei genauerem
hinhören ebenfalls erkennen. Diese eigenwillige Kombination ergibt
einen leicht melancholischen Sound, mal laut, dann wieder leise,
irgendwie fremd und doch gleichzeitig vertraut, klingt er einfach
gefällig im Ohr.
7
Days Awake präsentieren mit "Time Fluctuation" ein durchaus solides und
gut produziertes Album, leider fehlt es den einzelnen Stücken dann im
Endeffekt aber an einem ganz wesentlichen Element, nämlich der
Eingängigkeit. Keiner der insgesamt 13 Songs will einem wirklich im
Kopf hängenbleiben - auch nicht nach mehrmaligem Hören. Schöne Melodien
sind es zweifelsohne, allerdings eher geeignet, während eines
gemütlichen Abends daheim im Hintergrund zu spielen - eben nette
Hintergrundmusik mit Charakter. Etwas schwer fällt es deshalb, sich 7
Days Awake als "rockende" Liveband, die das Publikum im Sturm erobern
kann, vorzustellen. Aber möglicherweise sind 7 Days Awake auch eine
dieser Bands, deren ganzer Charme sich erst nach einem Konzert
erschliessen lässt.
Trotzdem,
es lohnt sich mal in das Album reinzuhören und Bands, die es wagen neue
Wege zu beschreiten, sollte man sowieso immer im Auge behalten.
Autor: Pamela
http://www.mindbreed.de/showrezi.php?id=556
------------------------------------------------------------------------
Terrorverlag Music Webzine
Die
Band um Ex-REVOLT-Gitarrist Valera Igla befindet sich mit ihrer
Debütscheibe bereits im futuristischen 23. Jahrhundert oder ist „Time
Fluctuations" nur die Ausgeburt tagelangen Schlafentzugs, wie man beim
Bandnamen ebenfalls vermuten könnte?
Wie
so oft, ist es wohl irgendwas dazwischen, eher ein aufwühlender Traum,
der sich einstellt, nachdem an Schlaf länger nicht zu denken war und
Unmengen von neuen Erfahrungen und Erlebnissen verarbeitet werden
müssen. Der Opener „Plaza Intergalactica" entführt den Zuhörer in einen
scheinbaren Schlafzustand, doch schon das folgende „Memento" wirft
Fragen auf: Wo bin ich, hab ich das nicht alles schon mal gesehen?
„Treshold" ist wie ein strammer Marsch durch die verwirrende Traumwelt,
„Hitchhiker" der Versuch, ein Stück des Weges auf weniger anstrengende
und zügige Art zurückzulegen. Filigrane Gitarren strafen den „Hardware
Terminator" Lügen und vermitteln das unbestimmte Gefühl, trotz
musikalischer Schönheit in einer unwirtlichen Welt angekommen zu sein.
Der Titeltrack „Time Fluctuations" begleitet den Zuhörer auf einem
beschwerlichen Weg durch öde Weiten, dem „Saint 7" gefährliche
Begegnungen mit fremden Wesen folgen lässt. „Backlash" setzt den
verstörenden Weg fort, der mit „Break It" noch mal etwas unwegsamer
wird. „In Pulse" gibt die Möglichkeit, inne zu halten und zu Atem zu
kommen, während „Short Circuit" sogar eine kleine Liebesgeschichte
parat halten könnte. Unklar bleibt, welche Gefahren vom „Software
Terminator" drohen, bevor ein Happy End dank „Ushouldbeloved.exe" in
Sicht kommt.
Wie
so häufig im Psi Rock, erschließt sich „Time Fluctuations" nicht gerade
beim ersten Hören. Etwas Zeit sollte man schon mitbringen, damit sich
der experimentierfreudige Gitarrensound und die ausdrucksstarke Stimme
von Mario Carlucci ihren Weg ins Hirn bahnen können.
ump (06.07.2007)
http://www.musik.terrorverlag.de/rezensionen.php?select_cd=5459&
---------------------------------------------------------------------------------------
Rezensiert von Flash Gordon am 05.07.2007
Es
ist nicht leicht die Musik von 7 DAYS AWAKE einem Genre zuzuordnen; die
beste Beschreibung wäre wahrscheinlich "Alternative der Zukunft". Mit
ihrem abgefahrenen Verständis für grossartige Melodien wissen sie mich
zu begeistern. Ich habe lange nicht mehr so eine interessante und
frische Band gehört. "Time Fluctuations" baut schon ab dem ersten Song
eine unglaubliche Spannung auf und nimmt einen mit auf eine verträumte,
psychedelische und rockige Reise, die dann in der wunderschönen Ballade
"Youshouldbeloved.exe" endet.Wahnsinns Scheibe, kann ich mir immer
wieder anhören!! 5/5 Punkte
Flash
Bewertung: [5 / 5 ROCKCDs]
--------------------------------------------------------------------------------------
Rezensiert von Gerry Friedrichs am 23.08.2007
Musik
ist gut, wenn sie dafür sorgt, daß du dich gut fühlst. Wenn diese
Feststellung zutrifft, dann gibt es für "Time Fluctuations" nur ein
Attribut: "Seeeeeehhhhrrr guuuuuuutttt!". Das Album fließt und
verbreitet Atmosphäre und geht, trotz und ungeachtet der Handwerkskunst
der beteiligten Musiker und Komponisten, voll in den Bauch. Natürlich
ist 7 days awake auch Kopfmusik, aber keinesfalls in dem unangenehmen
Sinne wie so manche Prog-Band a la Spock´s Beard oder Flower Kings, die
so nerven und intellektuell konstruiert sind, dass ich als unbedarfter
Musikkonsument keine ganze CD durchhören mag, sondern genau im
Gegenteil: Diese Musik ist "KOPFKINO". Und funktioniert, ganz ohne
Teelichter und Waserpfeife, so wie nur wenige Pop/Rock-Werke, die ich
kenne. Pink Floyd´s "Animals" gehört dazu. Und "Lateralus" von Tool.
Für mich sind 7 days awake die Entdeckung des Jahres und ich werde sie
mir auf jeden fall mal live ansehen.
Bewertung: 5 / 5 ROCKCDs [5 / 5 ROCKCDs]
--------------------------------------------------------------------------------------
Musix Magazine 07/07
Momentan
meint es der Herrgott aber gut mit den Progressive Fans. Nicht nur dass
die legendären Pavlov's Dog wieder aufgetaucht sind, auch die deutschen
7 Days Awake veröffentlichen ein neues Prog-Werk der Extraklasse.
Vertrackt, spacig, heftig, hymnisch und sphärisch müssen sich 7 Days
Awake hinter einheimischer Konkurrenz wie RPWL oder internationalen
Kollegen wie den frühen Pink Floyd keineswegs verstecken. Ganz schön
abgefahren, aber dennoch angenehm zu hören.
---------------------------------------------------------------------------------------
Musik an sich.... Online Magazine
Mixed Emotions
7
Days Awake werden polarisieren. Aber wer so viele Stile versucht
zusammenzubringen wird das eh wissen! Time Fluctuations scheint beim
ersten Hineinhören ein simples Alternative-Album zu sein, doch schon
sehr bald erschließen sich da Tiefen, die ein einfach Hören
verunmöglichen. Ein gutes Beispiel dafür ist „Hardware Terminator", bei
dem Sänger Mario Carlucci nicht nur seine großartige, rauchige Stimme
zur vollen Geltung bringen kann, sondern auch der ganze Mix aus
wunderbarer Melodie, vollen Gitarrenhärte und den psychedelischen
Untertönen voll einschlägt! Dieser Song ist eingängig und vertrackt
zugleich – der Titelsong „Time Fluctuations" beginnt balladesk, um dann
mit Stonerrock-Elementen wiederum in psychedelische umzubrechen, und
selbst „Ushouldbelove.exe" gerät nicht zur schnulzigen Ballade.
Negativ
fällt das seit Grunge üblich gewordene, ziemlich durchschaubare
Laut-Leise-Schema auf, und auch die Härte der Gitarren wird den Rockfan
nicht immer überzeugen, aber insgesamt doch ein gutes Album, das auf
mehr hoffen läßt.
16 von 20
Autor: Andreas Matena
http://www.musikansich.de/review.php?id=4408..>..>
|